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Ja zur Heterogenität - und jetzt?

 
Am Sonnabend, 22.09.2018, fand der nunmehr 10. Norddeutsche Lehrertag in Schwerin statt. Die Nordverbände des VBE organisieren diesen regelmäßigen Erfahrungsaustausch für VBE-Mitglieder und interessierte Kolleginnen und Kollegen. Etwa 100 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Norden Deutschlands begrüßten u.a. die Bildungsministerin Birgit Hesse, den Hamburger Bildungssenator Thies Rabe und den VBE Vorsitzenden Udo Beckmann. Die Situation an den Schulen Norddeutschlands wird durch zunehmend heterogene Klassen geprägt. Kinder mit Migrationshintergrund und verschiedene soziale Lebensbedingungen führen zu großen Unterschieden in einer Klasse. Dr. Ahlgrimm von der Universität Potsdam plädierte in seinem Vortrag für ein Bildungskonzept als Voraussetzung, auf das die Ressourcenplanung folgen müsste.
 
 
VBE-Landesvorsitzender Michael Blanck forderte: „Das Recht auf Teilhabe am gesamt-gesellschaftlichen Leben im Rahmen der UN-Behindertenkonvention beinhaltet aber auch die Verpflichtung der Länder, die Voraussetzungen in Schulen so zu schaffen, dass kein Kind schlechter gestellt wird. Dazu benötigen wir in einer Inklusionsschule die entsprechenden räumlichen, sächlichen und personellen Voraussetzungen. Und davon sind wir leider noch weit weg.“ Ministerin Hesse äußert sich ähnlich, indem sie zusicherte die Zeitschiene für die Umsetzung der Inklusion zu verschieben, um inzwischen dringend nötige Ressourcen bereitzustellen. Zur Umsetzung sei eine interministerielle Arbeitsgruppe gegründet worden, die die Schulträger bei der finanziellen Aus-gestaltung unterstützt. Die Umsetzung der Digitalisierung sei weiter aktuelles Thema in der Bildungspolitik. Dabei waren sich alle einig, dass der Grundsatz gilt: „Pädagogik muss vor Technik kommen“. Die anwesenden Kolleginnen und Kollegen nutzten die Möglichkeit in der Diskussion auf ihre schulischen Probleme aufmerksam zu machen.